Geschichte

Geschichte des Skisports in Geyer

Das Skilaufen und Skispringen hat in Geyer eine mehr als 100- jährige Tradition. Die exponierte Höhenlage (650- 740 m über NN), das ausgedehnte Waldgebiet der „Geyerischen Platte“ und die sich nach Süden öffnenden Täler waren von jeher gute Rahmenbedingungen mit relativer Schneesicherheit. Diese nutzten schon unsere Vorfahren, seit der Ski aus Norwegen kommend im Erzgebirge bekannt wurde.

  • 1921: Gründung eines Wintersportvereins im November 1921, zunächst als Unterabteilung des Erzgebirgsvereins Geyer mit 15 Gründungsmitgliedern (per 31.12.1921 = 26 Mitglieder).
  • 23.08.1924: 1. Spatenstich zum Bau einer Schanze im Greifenbachtal durch Max Liesche. Lt. Protokoll verpflichteten sich 100 männliche Vereinsmitglieder zu je 20 Stunden bis zur Vollendung des Werkes zu leisten. Auch 20 Damen erklärten sich bereit, je 20 Bausteine zu 1 Meter „an den Mann zu bringen“.
  • 15.03.1925: Namensweihe „Max- Liesche- Schanze“, Einweihung und Eröffnungsspringen unter großer Anteilnahme der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit vollzogen. Skispringer kamen aus Oberwiesenthal, Aschberg, Eibenstock, Chemnitz, Limbach, Geyer u. a. Den Schanzenrekord sprang Kurt Glaß mit 31,5 m (Naturanlauf).
  • 1926 bis 1940: jährliches Neujahrsspringen, Pokal- , Kreis- und Bezirkswettkämpfe im Skispringen, Langlauf und Abfahrtslauf der Kreise Annaberg, Zwickau, Chemnitz, Westerzgebirge, Leipzig, Rochlitz u. a.
  • Unmittelbar nach Kriegsende wieder Trainingsbetrieb, es folgten regionale Wettkämpfe im Skispringen Langlauf und Abfahrtslauf. 1947 erfolgte die Instandsetzung der Liescheschanze und erste Skispringen. Ab Winter 1948/49 starteten geyerische Langläufer erfolgreich bei Sachsen- und Ostzonen-Meisterschaften (Ernst und Arno Dietz).
  • 1951: Modernisierung der Liesche- Schanze, Bau eines hölzernen Anlaufturms.
  • 1952: Weihe der modernisierten Liesche- Schanze (K43) mit über 100 Startern.
  • 1960: Erhöhung des Anlaufturmes und Verlängerung des Aufsprunghanges zur K60.
  • 1970: Demontage des überhöhten Anlaufturmes.
  • 1985: Ersatzbau (Stahlkonstruktion mit hydraul. verstellbarem Anlaufwinkel) und Neuprofilierung des Aufsprunghanges zur K42.
  • 1987: Einweihung der Greifenbachtal- Schanze.
  • 1991: Umbenennung wieder in „Max- Liesche- Schanze“.
  • 2003: Rekonstruktion der Schanze (Keramik- Anlaufspur, komplett neue Mattenverlegung).
  • 1950 bis 1990: Mehrfacher Umbau, Modernisierung und Erweiterung der Schanzenanlagen im Greifenbachtal. Zwischenzeitlich Bau und Nutzung der Pionierschanze am Knochen. In diesem Zeitraum entwickelte sich die Skisportsektion in Geyer zu einem bedeutenden Trainingszentrum im Erzgebirge für die nordischen Skisportarten. Die Mitgliederzahl stieg auf über 300 Mitglieder an. Viele Talente wurden an zentrale Kadersporteinrichtungen delegiert. Mehrere Sportler entwickelten sich zu Top- Skisportlern und starteten schließlich international als Nationalkader, so u.a. Christine Nestler (Söldner) und Jan Fiedler.
  • 1993: Neugründung als „Skisportverein Geyer e. V.“ nach bürgerlichem Recht.
  • 1990 bis zur Gegenwart (Stand 2018): Entsprechend den Grundsätzen im Statut des Vereins wird ein Vereinsleben mit leistungsorientiertem Training sowie Angeboten für Breiten- und Freizeitsportler organisiert. Ergebnisse dieser Angebote sind u. a. eine steigende Mitgliederzahl (seit 2015 = mehr als 200 Mitglieder), eine sich ständig verbessernde materielle Basis zur Absicherung des Trainings- und Wettkampfbetriebes auf der Basis einer soliden Finanzlage. So erfolgte in diesem Zeitraum eine kontinuierliche Wartung, Werterhaltung und technische Vervollkommnung der Sportstätten, wie der „Hans Lippmann- Wettkampfstätte“ im Greifenbachtal und der Skirollerstrecke am Anton- Günther- Weg. Dabei erbrachten Helfer und Sponsoren beachtliche Eigenleistungen. Ergebnis der geordneten und engagierten Trainingsarbeit in den Bereichen Langlauf und Springen/ Nordische Kombination ist die Verabschiedung zahlreicher Leistungsträger in zentrale Trainingszentren/ Sportschulen. Den großen Sprung zur Berufung zu Nationalkadern schafften in diesem Zeitraum: Isabel Klaus, Eric Frenzel und Terence Weber. Das Vorhandensein von intakten geeigneten Sportstätten sowie eines engagierten Helferteams ermöglichte es dem Verein, immer wieder hochkarätige Wettkämpfe zu organisieren und erfolgreich durchzuführen.